Samstag, 12. Mai 2018

Er ist da :)

Unser kleiner Mann wollte vor seinem Termin zur Welt kommen und hat das getan.

Am Freitag, 04.05.2018 um 3:49 ist er geboren worden. Mit winzigen 2360g auf 45 cm.
Das geringe Gewicht war dann auch der Grund, warum ich mich erst jetzt melde.
Er musste nämlich auf der Neonatologie behandelt werden. Er hatte Blutzuckerschwankungen (also eher Abfälle) und bekam daher Glucose-Infusionen und lag zuerst im Inkubator. Gewicht hat er nur in den ersten zwei Tagen verloren, danach hat er stetig zugenommen und sogar am dritten Tag (also seinem 4. Lebenstag) wieder mehr als sein Geburtsgewicht gehabt.
Das Stillen klappte von Anfang an gut und so konnte er ordentlich zunehmen. Wir haben aber natürlich anfangs noch zufüttern müssen. So winzig wie er war, war das notwendig.
Aufgrund des geringen Gewichts, konnte er anfangs seine Temperatur kaum selber halten und musste immer besonders eingekuschelt werden, wenn er auf meinem Arm war. Im Inkubator hatte er seine 37,0 Wärme von allen Seiten.

Seit Donnerstag, 10. Mai, sind wir zu Hause. Also das schönste Vatertagsgeschenk für den Papa und an seinem Entbindungstermin haben wir ihn nach Hause bekommen.

Seit dem gewöhnen wir uns hier zu Hause langsam ein und lernen uns alle etwas besser kennen.

Das war mein kurzes Update. Wir sind jetzt in den Babyflitterwochen!

Dienstag, 1. Mai 2018

ET -9, Dienstag

Wir haben MAI! Und das bedeutet, nun darf der kleine Mann kommen. Denn ich hatte ja den persönlichen Wunsch, dass es ein Mai-Kind wird. Und nun ist Mai, also darf er sich wirklich langsam auf den Weg machen. Genau das habe ich ihm heute morgen auch gesagt. Mögen manche nun komisch finden. Aber mir war es wichtig. Nach unserer Aktion mit dem Krankenhaus habe ich das mantraartig dem Bauch vorgebetet. Er möge doch bitte noch warten und ich sage ihm dann, wenn er kommen darf ;)
Nun hoffe ich, dass er uns nicht mehr allzu lange warten lässt. Wir wollen dich doch bald in unseren Armen halten und mit dir in deinem schönen Kinderwagen spazieren gehen!
Und außerdem fährt meine Schwiegermutti am 12. Mai in den Urlaub. Und ich würde es ihr so wünschen, dass sie vorher noch ihren Enkel kennenlernen kann. Und bis sie wieder kommt, möchte ich den Bauch auch nicht mehr mit mir herumtragen müssen. So langsam wird es nun wirklich immer schwerer.

Ich habe recht gut geschlafen und fühle mich auch erholt. Obwohl wir ausschlafen wollten, war ich zu meiner sonstigen Aufweckzeit wach. Da ich aber eh noch meine Tablette nehmen muss, bevor ich etwas essen kann, habe ich das einfach getan und darauf gewartet, dass der Mann dann auch wach wird. Er hat auch nur so eine dreiviertel Stunde auf sich warten lassen. Ging also.
Wir haben schön gemeinsam gefrühstückt und als wir gerade fertig waren, liefen meine Eltern an unserem Haus vorbei. Sie wollten eine Runde spazieren gehen - wenig später bekam ich ein Foto von meiner Mutti mit Eis in der Hand. Die beiden haben es sich also auch gut gehen lassen.

Den Vormittag habe ich dann mit meinem neuen Singstar-Spiel verbracht und dem kleinen Mann meine nicht vorhandenen Gesangskünste präsentiert. Scheint ihn aber nicht gestört zu haben. Ich singe einfach gern, kann es aber auf jeden Fall nicht gut. Aber so lange es Spaß macht - das finde ich nämlich viel wichtiger!

Am Nachmittag waren der Mann und ich bei einem Fußballspiel eines Vereines unserer Stadt. Die Jungs haben zum Glück am Ende gewonnen. Aber die erste Hälfte war ein echter Krimi. Nur das Wetter hätte besser sein können. Es war zwar sonnig, aber auch so richtig doll windig und dadurch echt kalt.

Der Mann ist nun mit seinem besten Kumpel im Kino und ich sitze hier auf der Couch, stricke vor mich hin, schaue "Sing meinen Song" und habe Wehen. Dieses Mal ein paar ordentlich ziehende. Und auch die anhaltende Dauer ist nun anders. Es zieht sich schon den ganzen Abend. Sonst hörte es nach einer halben Stunde meistens wieder auf. Na vielleicht tut sich ja nun endlich mal etwas. Erwarten kann ich es jedenfalls kaum noch ;) Ja, so langsam werde ich ungeduldig. Und dabei sind wir ja immer noch weit entfernt vom ET.

Damit wünsche ich euch nun Gute Nacht!

Montag, 30. April 2018

ET -10, Montag

Heute sind es also noch 10 Tage bis Termin. Langsam hibbel ich dem nun wirklich entgegen.

Die Nacht hatte ich einige Wehen, auch wieder recht schmerzhaft. So auf der Seite liegend empfinde ich sie als anstrengender. Am Morgen mache ich mir etwas Sorgen, weil ich denke, dass ich den Kleinen länger nicht gemerkt habe. Aber es dauert nicht lange und er turnt mir wieder durch den Bauch. Wobei man nun deutlich merkt, dass er kaum noch Platz hat. Die Bewegungen haben sich verändert. Aber so soll es ja auch sein. Ich spüre ihn nun anders. Er ist langsamer und vermutlich kostet es ihn auch mehr Kraft. Deswegen bewegt er sich insgesamt etwas weniger.

Ich habe die noch schwangere Kollegin/Freundin besucht, die im August entbinden wird. Ihre große Tochter ist wieder sehr aufgedreht - war sie bei meinem letzten Besuch auch schon. Immerhin sitzen da nun auch zwei Muttis mit Bauch auf ihrer Couch. Das irritiert sie schon etwas. Sie zeigt deutliches Interesse an meinem Bauch und möchte gern wissen, wie der kleine Mann heißen wird. Am liebsten hätte sie mir unser Geheimnis gern entlockt. Aber wir werden es wirklich erst lüften, wenn der kleine Mann geboren ist :) Darauf freue ich mich sehr! Und immerhin kann dann keiner mehr etwas gegen den Namen sagen. Jetzt im Vorfeld war es uns zu nervig, über den Namen Rechenschaft ablegen und diskutieren zu müssen. Denn jeder hätte etwas dazu zu sagen gehabt. Das merkt man ja schon an den Ratespielen, die immer alle mit uns spielen wollen.
Ich genieße es, mich mit meiner Freundin auszutauschen. Und ihr geht es genauso. Sie geht nun auch seit Anfang des Jahres nicht mehr arbeiten und auch ihr macht dies schon zu schaffen. Es ist seltsam, wir finden es echt gut, im Beschäftigungsverbot zu sein. Aber andererseits ist nur zu Hause sitzen und wenig zu tun haben, eben auch sehr seltsam. Vor allem für uns in unserem Beruf, wir sind die Action ja gewöhnt... Der Stress ist aber eben genau das, was wir in der Schwangerschaft auf keinen Fall gebrauchen können. Und somit ist es schon gut, wie es ist.
Bei mir ist ja nun mittlerweile auch schon seit einigen Wochen der Mutterschutz angebrochen und mein Beschäftigungsverbot spielt keine Rolle mehr.

Der Kleine schiebt sich während des Besuches auch immer mal wieder mit seinem Rücken bzw. dem Po meiner Bauchdecke entgegen und meine Freundin staunt nicht schlecht. Das sieht ja auch wirklich seltsam aus, wenn ich da so eine Beule rausschauen habe. Sie wird das so nicht kennen. Ihr Bauch ist jetzt schon fast größer als meiner - es ist zwar ihre 2. Schwangerschaft und da wächst der Bauch ja eh schneller, aber ich denke mal, in der 1. Schwangerschaft war auch ihr Bauch größer. Ich genieße es sehr. Alle meine Sorgen vom Morgen sind vergessen.

Zum Mittagessen bringe ich dem Mann und mir Döner mit. Immerhin müssen wir diese Woche genießen, da er ja Urlaub hat. Darüber freue ich mich sehr! Und nach dem Essen bringen wir gemeinsam noch etwas Ordnung in unsere Wohnung. Gemeinsam macht das viel mehr Spaß und im Moment bin ich eh sehr schnell geschafft. Da tut es gut, wenn wir uns die Arbeit teilen können.

Abends habe ich wieder ein paar Wehen. Aber weiterhin nichts aufregendes.
Ich denke nicht, dass es bald losgeht... Der Bauch hat sich auch immer noch nicht nach unten gesenkt.

Sonntag, 29. April 2018

ET -11, Sonntag

Wieder einen Tag geschafft. Heute befinden wir uns bei 38+3.

Wir haben ausgeschlafen und sind entspannt in den Tag gestartet. Die Nacht habe ich recht gut geschlafen. An den häufigen Toilettengängen kann ich ja eh nichts ändern. Interessant ist nur, dass ich in der ersten Nachthälfte so ca. alle anderthalb Stunden aufs Klo muss, danach halte ich es deutlich länger aus und es können auch mal 3 Stunden werden. Sehr seltsam finde ich das.

In unserer Stadt war an diesem Wochenende das erste Streetfood- and Music-Festival. Und genau da wollten wir noch hin. Vorher muss ich aber noch mal kurz auf meiner Arbeit vorbei schauen. Da lagen noch Lohnzettel... Die habe ich nun auch abgeholt und zwei der anwesenden Kolleginnen freuten sich sehr mich zu sehen - die Dritte kannte ich nicht. Es ist schön zu hören, dass man gut aussieht. Das baut auf, vor allem wenn man sich nicht ganz wohl fühlt, weil alles so walartig anmutet. Und da habe ich ja wirklich einen recht kleinen Bauch ;)

Das Wetter war wunderbar und so konnten wir entspannt durch die Stadt schlendern und das verschiedene Essen genießen. Es war echt lecker.
Und zum Glück war es auch noch nicht ganz so voll. Obwohl es sich schon recht gut füllte. Aber genau da sind wir dann wieder nach Hause gefahren und haben den restlichen Tag entspannt auf der Couch verbracht. Musste sein. Und ich brauchte dann auch eine Pause und habe am späten Nachmittag noch ein Schläfchen gehalten.
Auf dem Sofa habe ich ein paar Wehen, einige davon auch recht schmerzhaft. Aber weiterhin nichts zum Sorgen machen, bzw. deutet immer noch nichts auf einen baldigen Geburtsbeginn hin.

1000 Fragen an mich selbst - #15

Nun komme ich auch dazu, mal wieder ein paar Fragen aus den "1000 Fragen an mich selbst" zu beantworten.
Das reale Leben hatte mich ja fest im Griff und vor allem unser Krankenhausaufenthalt hat einiges durcheinander gewürfelt. So dass ich aus meinem normalen Rhythmus heraus kam und erst mal einiges aufarbeiten musste. Jetzt ist aber soweit wirklich alles für den kleinen Mann fertig und so komme ich wieder dazu, mich den Fragen zu widmen.
Hier also Part 15.

281. Malst du oft den Teufel an die Wand?

Eigentlich nicht. Manchmal denke ich schon etwas pessimistischer an die Zukunft oder an bestimmte Dinge. Aber das mache ich dann meistens, damit ich mich hinterher umso mehr freuen kann, wenn es dann nicht so schlimm kommt, wie ich es befürchtet habe.

282. Was schiebst du zu häufig auf?

Das Aufräumen, Ordnung und Sauber machen. Leider.

283. Sind Tiere genau so wichtig wie Menschen?

Ich denke schon. Aber eher im Sinne für das gesamte Ökosystem als als Haustier. Dem Haustierwahn kann ich nicht viel abgewinnen.

284. Bist du dir deiner selbst bewusst?

Ich denke schon.

285. Was war ein unvergesslicher Tag für dich?

Unser Hochzeitstag - 16. Februar 2018!

286. Was wagst du dir nicht einzugestehen?

Das ist eine gute Frage über die ich noch länger nachdenken werde. Aktuell kann ich sie nicht beantworten. Vielleicht hole ich das mal noch nach.

287. Bei welcher Filmszene musst du weinen?

Ich habe bei "Honig im Kopf" weinen müssen. Welche Szene genau kann ich nicht bennenen. Und "Beim Leben meiner Schwester" fand ich auch teilweise sehr traurig. Aber auch hier kann ich keine konkrete Szene bennenen.
Seltsamer finde ich ja, dass ich im Moment nicht unbedingt viel weine, wenn ich Filme oder ähnliches sehe. Also nichts mit Hormonen und so. Das hatte ich eigentlich anders erwartet.

288. Welche gute Idee hattest du zuletzt?

Ich freue mich sehr darüber, hier meine Schwangerschaft so intensiv festzuhalten und mit euch zu teilen. Darüber werde ich mich bestimmt später auch noch sehr freuen! Immerhin kommt diese Zeit nie wieder. Und sie ist so besonders. Auch, wenn ich die Schwangerschaft nicht gaaanz so genießen kann, wie ich es gern würde bzw. wie ich es mir vorher immer ausgemalt habe. Aber so ist das nun mal. Und auch diese ganzen Wehwehchen gehören nun einmal dazu. Und ich möchte sie auch mit euch teilen, um mich später daran erinnern zu können. Die Erinnungerungen daran werden so schnell verblasst sein.

289. Welche Geschichte würdest du gerne mit der ganzen Welt teilen?

Die Geburt unseres Sohnes. Aber dazu muss er erst einmal geboren werden ;)

290. Verzeihst du anderen Menschen leicht?

Das kommt sehr darauf an, um was es sich handelt. Und welche Person es betrifft. Das kann ich so pauschal nicht sagen. Aber ich versuche es.

291. Was hast du früher in einer Beziehung getan, tust es heute aber nicht mehr?

Jede Beziehung ist doch so anders. Eine bestimmte Sache kann ich da gar nicht beschreiben, die ich nun verändert habe. Jedenfalls ist diese Beziehung mit meinem Mann eine ganz besondere und deswegen werde ich sie gut festhalten und pflegen.

292. Was hoffst du, nie mehr zu erleben?

Den Tod eines geliebten Menschen. Aber das ist utopisches Denken. Es wird passieren. Und das vielleicht schneller als einem lieb ist. Wer weiß das schon. Aber es gehört nun einmal zum Leben dazu.

293. Gilt für dich das Motto „Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß“?

Teilweise ja. Aber ich bin grundsätzlich neugierig und möchte auch gern wissen, was andere von mir halten - auch wenn es dann häufig doch sehr wehtut. Ich versuche daran dann meistens etwas positives zu sehen und so können sich ja auch Beziehungen/Freundschaften verändern. Manchmal stellt man so fest, dass man sich mit jemandem doch nicht so gut versteht, wie man es zuerst dachte.

294. Wie wichtig ist bei deinen Entscheidungen die Meinung anderer?

Meine Entscheidungen versuche ich möglichst allein zu treffen. Zumindest insofern sie mich allein betreffen. Aber meistens haben sie ja auch Auswirkungen auf andere Bereiche meines Lebens und dann finde ich es sehr wichtig, wenn ich diese Entscheidungen mit den liebsten Menschen um mich herum besprechen kann. Und dann ist auch ihre Meinung mir sehr wichtig. Und beeinflusst eben auch die Entscheidung an sich.

295. Bist du ein Zukunftsträumer oder ein Vergangenheitsträumer?

Beides. Ich denke gern an Dinge in der Vergangenheit zurück, male mir aber genauso gern meine Zukunft aus. Vor allem im Moment träume ich viel von unserem kleinen Bauchbewohner und davon, ihn ihm Kinderwagen durch die Gegend zu schieben. Ich freue mich sehr auf diese spannende Zeit!

296. Nimmst du eine Konfrontation leicht an?

Das kommt immer darauf an, worum es geht und wer mit mir in Konfrontation treten möchte. Manchmal könnte man Konfrontationen sicher leichter annehmen, wenn man sich besser darauf vorbereiten könnte.

297. In welchen Punkten unterscheidest du dich von deiner Mutter?

Leider in zu wenigen. Ich schrieb ja schon mehrfach, dass das Verhältnis zu meiner Mama schwierig ist. Und das ist eben genau aus diesem Grund so. Wir ähneln uns zu sehr und ich finde nicht alle ihre Eigenschaften für mich so passend.

298. Wo bist du am liebsten?

Zu Hause. Meine Couch und mein Balkon sind mir die liebsten Orte zum Wohlfühlen.
Aber natürlich bin ich auch gern am Strand und oder auch am Pool. Aber am wohlsten fühle ich mich einfach zu Hause
Und da, wo auch mein Mann ist. Mein Fels in der Brandung. Ich brauche ihn! Und mit ihm fühle ich mich als ein Teil - als Ganzes.

299. Wirst du vom anderen Geschlecht genug beachtet?

Das kann ich so pauschal nicht beantworten. Aber mein Mann schenkt mir genug Beachtung! Und das finde ich sehr wichtig!

300. Was ist dein Lieblingsdessert?

Ich habe kein konkretes. Es gibt so viele verschiedene, die sehr lecker sind. Eis gehört zum Einen dazu. Aber dann eher in meinem Lieblings-Eiscafé :)

Hier könnt ihr gern noch mal nachlesen, wie ich die ersten Fragen der Reihe beantwortet habe:
#1 (Fragen 01 - 20)
#2 (Fragen 21 - 40)
#3 (Fragen 41 - 60)
#4 (Fragen 61 -  80)
#5 (Fragen 81 - 100)
#6 (Fragen 101 - 120)
#7 (Fragen 121 - 140)
#8 (Fragen 141 - 160)
#9 (Fragen 161 - 180)
#10 (Fragen 181 - 200)
#11 (Fragen 201 - 220)
#12 & #13 (Fragen 221 - 260)
#14 (Fragen 261 - 280)